Comedy, Mordgeschichten und mehr

Der will nur spielen? Nun, bei Christian Brandes kann man sich da sicher sein! Mit seiner einmaligen Mischung aus Zauberei, Comedy und Slapstick grätscht er am 24.09. in sämtliche Beine herkömmlicher Unterhaltungsklischees. Wie sicher sich das Publikum bei „Meuchelmord und Lavendellikör“ (03.11.) allerdings fühlen kann, wird sich wohl erst zeigen müssen. Die kulinarischen Mordgeschichten, gespielt und gelesen von Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider, finden übrigens im Rahmen der 3. Krimi Nordica statt.

Wie wäre es mit einer musikalischen Reise vom Mittelalter über die Renaissance und den Barock bis ins 19. Jahrhundert? Das Duo Feinslieb spürt in seinem Programm „Ay triste – falalá!“ (16.01.) der Art und Weise nach, wie Dichter und Musiker aller Zeiten ihre Kunst in den Dienst der Liebe gestellt haben. Musikalisch geht es auch zu bei „Nicht von schlechten Eltern“ am 19.02. mit Mareile Metzner und Christoph Schüchner, die sich auf Spurensuche in ihre familiäre Vergangenheit begeben. Geprägt von Krieg, Flucht und Heimatverlust – was konnten Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben? Wie haben sie sie geprägt? Wie wächst man auf mit Kinderliedern wie „Pommernland ist abgebrannt“ und Abzählreimen wie „In der Bude saß ein Jude“? Mit gewagten Sprüngen zwischen albern-lustig und grausam-ernst wird dabei durchaus auch Abgründiges zutage gefördert und nach dem Blick in die Vergangenheit bleibt die Frage, was die eigenen Kinder einst über uns berichten werden.

In Martin Walsers „Die Zimmerschlacht“ (20.03.) leben Felix und Trude nach 19 Jahre Ehe nur noch nebeneinander her, sind aber zu sehr den gesellschaftlichen Konventionen verhaftet, um einen Schlussstrich unter ihre ungeliebte Ehe zu ziehen. Als sie gezwungenermaßen wieder einmal einen Abend miteinander verbringen müssen, kommen neben gegenseitigen Vorwürfen auch einige unerwartete Wahrheiten ans Licht, und bei dem Versuch, vielleicht doch noch Gemeinsamkeiten zu entdecken, kommt es zu durchaus bizarren Situationen. Die Figur der Trude wird übrigens von Katinka Springborn gespielt, die dem Itzehoer Publikum besonders durch ihre Auftritte bei den Spielplanpräsentationen im Gedächtnis sein dürfte, aber auch in der Kulturnacht war sie schon dabei und ist – neben Frank Roder und Ulrike Schanko – als Sprecherin in den Podcasts auf den Internetprogrammseiten des theater itzehoe zu hören.

Zum Abschluss der Spielzeit wird es dann gleichermaßen skurril wie poetisch, wenn Felix Oliver Schepp am 24.04. zu seinem neuen Programm „Hirnklopfen“ ins Studio lädt. Ironisch und doch umwerfend charmant erzählt er in seinen Liedern von der „Generation Individuell“ und wirft verblüffende Blicke in den zwischenmenschlichen Alltag.

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