Liebe Freundinnen und Freunde des theater itzehoe,
liebes Publikum,
sehr geehrte Damen und Herren,

zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, im Januar 2021, hat es all dies lange nicht mehr oder nur mit starken Einschränkungen gegeben. Ein kleiner Krankheitserreger und die Maßnahmen zur Eindämmung seiner Ausbreitung haben das öffentliche Leben in den letzten Monaten nahezu zum Erliegen gebracht.

Viele Gespräche, die ich in den letzten Wochen geführt habe, waren geprägt von der Hoffnung darauf, dass ein Leben, wie wir es lieben, mit uneingeschränkten sozialen, menschlichen Kontakten bald wieder möglich ist. Und auch das neue Theaterprogramm, das Sie nun in Händen halten – das erste Programm für das theater itzehoe, für das ich verantwortlich zeichne – ist geprägt von Hoffnungen, Wünschen und Vertrauen.
Ich hoffe, Ihnen den Reichtum und die Vielfalt der theatralen Veranstaltungen, die wir für die Spielzeit 2021/2022 zusammengestellt haben, uneingeschränkt präsentieren zu können. (Und sollte es doch anders kommen, vertraue ich darauf, dass wir alle inzwischen eine gewisse Meisterschaft im Schaffen von Alternativlösungen entwickelt haben!).
Ich wünsche mir, mit diesem Programm an die überaus erfolgreichen Theaterjahre meiner Vorgängerin Ulrike Schanko anknüpfen zu können, der an dieser Stelle mein besonderer Dank für ihre großartige Unterstützung gilt.
Ich hoffe, wünsche und vertraue darauf, dass Sie, liebes Publikum, auch in Zukunft Ihrem theater itzehoe die Treue halten werden.
Ich wünsche mir, dass das theater itzehoe vor allem Zweierlei ist: ein „Institut für Lebensmut“, das Selbstbewusstsein, Selbständigkeit und das Träumen fördert und ein „Fitness-Studio für die Sinne“, in dem das Sehen und das Zuhören lustvoll trainiert werden. Denn ich vertraue meiner Überzeugung, dass vor allem diese Fähigkeiten in Zukunft noch dringender benötigt werden als bisher.
Unser Wunsch ist es, Sie gut zu unterhalten. Unterhaltung ist das Material mit dem die Theaterkünstler*innen arbeiten, sie ist die Grundvoraussetzung für das Entstehen von Theaterkunst. Robert Lembke, einem Urgestein der deutschen Fernseh-unterhaltung, wird der schöne Satz zugeschrieben: „Unterhaltung bedeutet nicht das Abschalten des Denkapparates, sondern seine anderweitige Nutzung.“

Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des theater itzehoe wünsche ich Ihnen gute Unterhaltung
Ihr
Jörg Gade